Ein in jedem Gottesdienst zum Ausdruck gebrachter Satz war grundlegendes Bibelwort, als Apostel Arne Herrmann Anfang Juni die Gemeinde Heilbronn-Pfühl besuchte:
„Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden!“ (aus Matthäus 6 , Vers 10)
Zunächst ging der Apostel kurz auf das vom Chor vorgetragene Lied „Zu des Heilands Füßen ist mein Lieblingsort“ ein und stellte die Frage in den Raum, ob das auch tatsächlich immer so sei. Singen könne man dies schnell und einfach – ob es aber in der Realität auch so sei?
Gleiches gelte für das genannte vorgelesene Wort aus dem Matthäus-Evangelium. Dieses drücke zunächst einmal ein Grundvertrauen aus – nicht nur für den Himmel, den man sich nicht vorstellen könne, sondern auch für die natürliche Welt, die Erde.
„Dein Wille geschehe“ habe Jesus zwar auch kurz vor seiner Kreuzigung im Angesicht der bevorstehenden Leiden gesagt. Dennoch sei die Aussage nicht auf Schmerzen und Elend bezogen, sondern vielmehr auf das darauf folgende und daraus resultierende Heil. Und so sei Gottes Wille zu verstehen.
Weitere Kernpunkte vom Willen Gottes seien der unabdingbare Glaube an Jesus Christus und die Nächstenliebe – also Heil nicht nur für sich selbst zu erwarten, sondern auch für alle anderen. Dieser Aspekt sei je nach den Umständen vielleicht sogar manchmal am schwersten.
Fazit und Hausaufgabe des Apostels: „Dein Wille geschehe“ nicht nur in jedem Gottesdienst beten, sondern dies auch immer wieder in der Realität zu praktizieren.
Hirte Gerald Krimmer unterstrich dies in seinem Predigtbeitrag. Die genannte Willensbekundung gelte es im alltäglichen Leben umzusetzen – und zwar möglichst so, wie man es sich im Himmel als vollkommenem Ort vorstelle. Zumindest die Gebote Jesu zu halten sei in der Praxis möglich, ebenso wie den besungenen „Lieblingsort“ beizubehalten.
Im Anschluss an den Höhepunkt des Gottesdienstes – Sündenvergebung und Abendmahl – empfingen Jutta und Fritz Entenmann (Priester in Ruhe) – den Segen zu ihrer Rubinhochzeit, also dem 40. Ehejubiläum.