Am Donnerstag, 21. Donnerstag, waren Apostel Arne Herrmann und Bischof Marco Metzger zu Besuch in Heilbronn-Horkheim – auch die Gemeinde Lauffen war eingeladen. Dem Gottesdienst legte der Apostel das Bibelwort aus Lukas 19, Vers 10 zu Grunde: „Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“
Der Apostel führte in seiner Predigt aus, dass es viele Beispiele gibt an Dingen, die die Menschen verlieren können. Dabei seien weniger materielle Dinge gemeint, sondern geistige Dinge, die den Menschen auf dieser Welt verloren gegangen scheinen: die Hoffnung auf eine gute Zukunft, den Glauben an ein gutes Ende und auch das Vertrauen, etwa in Menschen, bis hin in die eigene Familie. Auch das Vertrauen in die christlichen Kirchen gehe vielerorts verloren, und somit der christliche Glaube.
Dagegen sei es ein zeitgemäßer Trost, dass es bei Jesus Christus kein „verloren sein“ gibt, bei ihm sei keiner verloren, so der Apostel. Der Herr gebe niemanden verloren. Jesus Christus wolle den Verlorenen nahe sein, er suche sie auf und er wolle ihnen helfen und sie selig machen. Das bedeute nicht, dass er alle Probleme löst – selig machen heiße, er schenke Perspektive, Frieden und Orientierung und gebe Kraft im Durchleben herausfordernden Situationen.
Im geistlichen Sinn sei das „Verlorensein“ die Trennung von Gott. Wie im ersten Sündenfall, als die Menschen den Fehler begingen, zu meinen, selbst besser zu wissen, was gut für sie ist, anstatt es Gott zu überlassen und ihm zu vertrauen. Dies führte zur Trennung von Gott, die sich bis heute durchzieht.
Auch heute gelte weiter, dass Sünde von Gott trennt. Aber bei Jesus Christus sei keiner verloren, er habe die Sünde und den Tod besiegt, und er schenke den Gläubigen Zukunftshoffnung. Er sage: „Du musst zu mir kommen und an mich glauben, dann hast du Perspektive und bist nicht verloren; im Gegenteil, ich habe dich gefunden, du gehörst zu mir und ich möchte ewige Gemeinschaft mit dir.“ Das sei die trostvolle Botschaft, dass er den Menschen Gnade schenken will.
Bischof Marco Metzger betrachtete in der Vorbereitung auf die Feier des Heiligen Abendmahls die
Begebenheit, aus der das Textwort stammt: Wie Zachäus seien die Gläubigen gekommen, den Herrn zu schauen. Der Herr sehe dabei, wie sie gekommen seien und ob sie Umkehr halten wollen. Wie Jesus es vorgelebt habe, solle man vergebungsbereit sein.
Neben dem Gemeindechor und dem Gemeindeorchester umrahmte auch ein Männerchor den Gottesdienst musikalisch.
Im Anschluss an die Predigt und die Feier des Heiligen Abendmahls führte Apostel Herrmann mehrere Segenshandlungen durch: Zunächst wurde Priester Michael Zack nach 34-jähriger Amtstätigkeit, unter anderem als Vorsteher der Gemeinden Neuenstadt, Möckmühl und Horkheim, in den Ruhestand gesetzt. Auch in der Akademie, in der er Gründungmitglied war, hat er an vielen Stationen mitgedient und war als Referent tätig.
Des weiteren wurde Bezirksevangelist Hartmut Fischer als Gemeindevorsteher der Gemeinde Heilbronn-Horkheim entlastet. Diese Aufgabe hatte er zwei Jahre lang zusätzlich zu seiner Tätigkeit als stellvertretender Bezirksvorsteher ausgeübt.
Als neuer Vorsteher für die Gemeinde Horkheim wurde Priester Dennis Schneider beauftragt. Außerdem wurde Diakon Ralf Beyerbach zum Priester ordiniert.
Mit Sandra Eberhardt für die Gemeinde Horkheim und Marina Plotzitzka für die Gemeinde Lauffen wurden an diesem Abend auch die ersten beiden Frauen im Bezirk zur Diakonin ordiniert.