"Moment – da fehlt doch jemand!“ Mit dieser spannenden Szene begann ein besonderer Gottesdienst in Bönnigheim. Die Kinder spielten eine Reisegruppe, die immer wieder durchzählt.
Regen, Unsicherheit, Gefahr durch wilde Tiere – und plötzlich ist klar: Einer fehlt.
Der fürsorgliche Begleiter bleibt ruhig. Während die Gruppe beieinanderbleibt, macht er sich auf die Suche. Niemand soll verloren gehen.
Diesen Gedanken griff Hirte Daniel Polzin in seiner Predigt auf. Das Gleichnis vom verlorenen Schaf beschreibt einen Hirten, der 99 Tiere zurücklässt, um das eine zu suchen. Ein starkes Bild für Gottes Liebe zu jedem Menschen.
Wer sich schon einmal verlaufen hat oder etwas Wertvolles verloren hat, kenne dieses Gefühl der Unsicherheit, so Hirte Polzin. Genau hier setze die biblische Zusage an: Gott wartet nicht ab. Er sucht. Und wenn er findet, trägt er – wie das Schaf auf seinen Schultern.
Auch ein modernes Beispiel half beim Verstehen: „Shaun das Schaf“, das meist nur Schabernack im Sinn hat. Dieses Beispiel zeige, dass Gott jeden Menschen trotz seiner Fehler und Schwächen liebt. Dass man dazugehört und sich in der Gemeinschaft einbringen kann.
Hirte Daniel Polzin hatte für jedes Kind ein kleines Schaf mit Anhänger mitgebracht und soll an die Botschaft erinnern: Wer sich an Gott festmacht, geht nicht verloren. Jeder gehört dazu. Jeder wird gesehen.
Die Kinder waren nicht nur Zuschauer, sondern aktiv beteiligt – im Theaterstück, in der Musik, sowie bei Ton und Technik. Sie standen sichtbar im Mittelpunkt des Gottesdienstes.
Im weiteren Verlauf standen Vergebung und Abendmahl im Zentrum. So endete der Gottesdienst mit einer klaren Zusage:
Gott sucht das Verlorene. Er freut sich über jeden Neuanfang. Und er trägt – auch durch schwierige Zeiten.