Etliche Jahre schon werden in der Gemeinde Bad Wimpfen Lebensmittel und Drogerieartikel gesammelt und der Tafel Heilbronn gespendet.
Durch den engen Kontakt hatte der Leiter der Tafel, Marco Schönberger, zu einer Informationsveranstaltung und Besichtigung der Tafel in Heilbronn eingeladen.
Am Freitag, 22. November, war es soweit: Einige Gemeindemitglieder versammelten sich in Heilbronn im Zentrallager und Marco Schönberger gab Einblicke in die Struktur und Arbeit der Tafel.
Die Tafel Heilbronn wurde 1995 gegründet, Träger ist der Kreisdiakonieverband Heilbronn. Als Motto steht: „Die Tafel: Lebensmittel retten. Menschen helfen“. Rund 300 ehrenamtliche Mitarbeiter sind unter anderem für die reibungslose Abwicklung eingesetzt. Es werden im Heilbronner Land etwa 6.500 Haushalte unterstützt, das sind rund 15.000 Personen. Um diese mit den notwendigen Lebensmitteln zu versorgen, werden täglich in Kooperation stehende Discounter angefahren um Waren abzuholen, die in den Märkten nicht mehr verkauft werden dürfen. Darüber hinaus laufen Projekte wie zum Beispiel „Kauf eins mehr“, Sammlung mit Kirchengemeinden und Dosenaktionen, um den Bedarf zu decken. Großen Wert wird auf die Nachhaltigkeit gelegt: Bei rund 45 Tonnen Ware in der Woche bleibt es bei einer Restmüllmenge von 1.100 Liter.
Ein Rundgang durch den Verkaufsladen der ausschließlich für Einkaufsberechtigte zugänglich ist und die Vorstellung des „Tafelmobils“ rundeten den Nachmittag ab. Das allgemeine Echo war beeindruckt, aber auch sehr nachdenklich. Beeindruckt durch die sehr aufwendige Logistik die notwendig ist, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Aber auch nachdenklich, da man sich die Anzahl der Bedürftigen nicht vorgestellt hatte. Resümee aller war, auch im nächsten Jahr wieder zu spenden und damit tätige Nächstenliebe für diese Mitbürger zu zeigen.