Am Sonntag, 22. Juni, besuchte Bischof Marco Metzger die Gemeinde Heilbronn-Pfühl. Zu diesem Gottesdienst waren auch der Gemeindebereich Heilbronn-Pfühl und die Gemeinde Heilbronn-Böckingen eingeladen, sodass das Gotteshaus gut gefüllt war.
Der Gottesdienst hatte einen besonderen Höhepunkt, da am Ende ein Paar den Segen zu ihrem 70. Hochzeitstag, zu ihrer Gnadenhochzeit, empfing.
Als Grundlage für den Gottesdienst stellte Bischof Metzger ein Bibelwort aus 1. Timotheus 3,14.15: „Dies schreibe ich dir und hoffe, bald zu dir zu kommen; wenn ich aber erst später komme, sollst du wissen, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, welches ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit.“ in den Mittelpunkt seiner Predigt.
Bezugnehmend auf das einleitende Lied der Sänger nach dem Bibelwort (Nr. 82 aus dem Chorbuch: „Geisteswind aus Himmelshöhen“) erinnerte Bischof Metzger an Pfingsten und das Wirken des Heiligen Geistes. Weil der Geist alle ansprechen soll, wandte sich der Bischof ganz besonders den Kindern zu, da es für sie nicht immer so einfach sei, der Predigt im Gottesdienst zu folgen und diese zu verstehen.
Er erklärte der ganzen Gemeinde das Bibelwort noch einmal in einfacher Sprache, dass Paulus diese Zeilen seinem Freund Timotheus, dem Leiter der Gemeinde Ephesus, geschrieben hatte. Er gab ihm Tipps im Umgang mit Irrlehren und wie er die Gemeinde unterstützen kann im Verkünden der Wahrheit des Evangeliums.
Der Bischof betonte, es sei wichtig, auch heute in den Gemeinden die Wahrheit und die Liebe aus Jesus Christus verkünden. Jesus liebe alle. Niemand müsse sich, wie im Alltag, immer wieder dem Vergleich und Wettbewerb mit anderen stellen. Dass spiele bei Gott keine Rolle.
Bischof Metzger erinnerte an eine goldene Regel Jesu: „Was du möchtest was andere dir tun, dass tue auch den anderen.“ Der Heilige Geist diene aus der Predigt als Spiegel und zeige, wo die Gläubigen stehen. Er gibt ihnen Anleitung, wie sie sich entwickeln können, um ihr geistiges Ziel zu erreichen. Die Gemeinde soll als Heimat dienen, wo alle aufeinander achten und füreinander eintreten.
Der stellvertretende Bezirksvorsteher Stefan Clever stellte in seinem Predigtbeitrag die Gemeinschaft des Jubelpaares in den Mittelpunkt, die 70 Jahre diese Gemeinschaft erfolgreich gepflegt haben. Er rief dazu auf nicht nur in der Gemeinde seine Gaben einzubringen, sondern immer da, wo sie benötigt werden.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls erfolgte die Segensspendung an das Jubelpaar. Bischof Metzger hatte ein besonderes Bibelwort für die beiden parat aus Psalm 106, 4.5: „Denke an mich Herr, wenn du dich deinem Volk gnädig zuwendest – wenn du ihnen hilfst, dann hilf auch mir! Dann kann ich mit eigenen Augen das Glück derer sehen, die du erwählt hast, ich darf mich mitfreuen, wenn dein Volk sich freut, darf stolz sein gemeinsam mit dem Volk, das dein Erbe ist.“