Am 24. und 25. Mai 2025 gestalteten der Projektchor und das Projektorchester aus dem Apostelbereich Heilbronn/Nürnberg zwei festliche Konzerte unter dem Motto „Wir glauben“. Die Leitung hatte Tobias Rahne.
Sängerinnen und Sänger aus angrenzenden Apostelbereichen sowie Orchestermitglieder aus verschiedenen Regionen Deutschlands ergänzten das Ensemble und sorgten für ein beeindruckendes Klangbild. Die Veranstaltungen fanden in der Neuapostolischen Kirche Heilbronn-Pfühl und in der Katholischen Kirche Bubenreuth statt und wurden von zahlreichen Gästen besucht.
Der Anlass für das Konzertwochenende war das Jubiläum 1700 Jahre ökumenisches Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel, einem Meilenstein der christlichen Geschichte, der mit einem abwechslungsreichen Programm gewürdigt wurde. Den festlichen Auftakt bildete „Nun danket alle Gott“ von Franz Liszt mit einem großen Orgel-Solo, das von Nico Schumann wunderbar interpretiert wurde. Es folgten weitere Chorwerken wie „Der Herr ist mein Hirt“ und „Dem in der Finsternis wandelnden Volke“. Diese Stücke betonten auf eindrucksvolle Weise die Themen Dankbarkeit, Vertrauen und Zuversicht.
Den musikalischen Höhepunkt bildete die „Messe solennelle de Sainte Cécile“ von Charles Gounod. Sie zählt zu den bekanntesten kirchenmusikalischen Werken des 19. Jahrhunderts und vereint feierliche und meditative Elemente. Die Gesangssolisten, Sopran Verena Seid, Tenor Gianluca Bollinger und die Bässe Andreas Natterer (Konzert Heilbronn) und Christoph Schweizer (Konzert Bubenreuth), überzeugten mit stimmlicher Präsenz und Ausdrucksstärke. Das harmonische Zusammenspiel von Chor, Orchester und Solisten wurde vom Publikum besonders gewürdigt.
Das Konzert wurde sowohl von den Zuhörenden als auch von den Mitwirkenden als besonders stimmungsvoll erlebt. Eine Besucherin schilderte ihren Eindruck so:
„Das Konzert war atemberaubend. Es war wunderschön. Der Schluss war das Beste, da fällt einem gar nichts mehr ein.“
Ein anderer Besucher beschrieb die Kraft der Musik so: „Die Himmel rühmen, das war einfach eine Macht, da war eine Kraft da drin.“
Besonders eindrücklich war auch das Miteinander der unterschiedlichen Glaubensrichtungen und Generationen. „Man hat gespürt, dass alle, egal welchen Glaubens, eins sind und dass der Glaube eben auch zusammenbringen kann“, so eine weitere Stimme.
Auch die Mitwirkenden zeigten sich berührt: „Ein Wahnsinnskonzert, unglaublich anstrengend, aber so schön, vor allem in die Gesichter der Zuschauer zu schauen, die so glücklich gestrahlt haben, das gibt einem ganz viel zurück und belohnt einen.“
Die musikalische Gestaltung dieses Wochenendes machte deutlich, wie Musik Menschen verschiedener Hintergründe zusammenführen kann. Im Zentrum stand das gemeinsame Bekenntnis zum Glauben, das über die Musik erfahrbar wurde und weit über den Konzertabend hinaus nachwirkt.
Fotos: Lena Breitenbach