Am Donnerstag, 8. Mai 2025, hielt Apostel Herrmann einen Gottesdienst in Horkheim. Hierzu verwendete er als Grundlage einen Teil aus dem dreizehnten Vers des 10. Kapitels des 1. Briefes von Paulus an die Korinther:
„… aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr's ertragen könnt.“
Apostel Herrmann sprach in seiner Predigt zunächst über die Notwendigkeit des Gottesdienstes, in dem Gott an uns wirkt in Wort und Sakrament. Auch wenn wir manchmal das Gefühl haben, immer wieder das Gleiche zu hören, dient es uns der Erinnerung an grundlegende Dinge, das, was wichtig ist und was wir brauchen, um gestärkt zu werden. Das Wesentliche ist das Evangelium, und dieses ändert sich nicht!
Bezug nehmend auf das Bibelwort stellte der Apostel zunächst die Frage, was denn solche Versuchungen im biblischen Sinne sein können. Im Kontext des Evangeliums sind das Situationen, in denen wir Gefahr laufen, dass wir uns von Gott abwenden, dass wir ihm nicht die Treue halten, oder Lebensphasen, in denen wir Gott nicht verstehen oder meinen, er liebe uns nicht. Das kann auch in Zeiten der Trauer oder Trennung geschehen oder bei Existenzsorgen wie einem Jobverlust. Das kann aber auch in Situationen geschehen, in denen es uns gut geht. Entscheidend dabei ist, dass es nicht Gott ist, der uns versucht. Gott muss uns nicht versuchen. Eine andere Übersetzung spricht nicht von „versuchen“, sondern von „prüfen“. Ein Lehrer muss seine Schüler prüfen, um herauszufinden, ob sie gelernt haben und den Titel verdienen, den sie anstreben. Das hat Gott nicht nötig, er weiß, ob wir in Prüfungen oder Versuchungen bestehen. Also ist es auch nicht er, der Trauer oder Krankheit schickt. Gott ist Liebe, er schickt nichts Böses, er schickt kein Leid. Er lässt solche Dinge zu, weil in diesen Situationen die Chance besteht, dass wir daran wachsen. Zudem gibt er die Zusage: „Wenn ihr mir die Treue haltet, werde ich euch die Kraft geben, um diese Versuchungen zu bestehen.“ Selbst wenn wir einer Versuchung erliegen sollten, bleibt Gott uns treu. Nichts kann an seiner Liebe zu uns etwas ändern.
Zu weiteren Wortbeiträgen wurden der Bezirksälteste Eberhard Schneider und der Hirte Daniel Polzin gerufen.
Zum Abschluss des Gottesdienstes bestätigte der Apostel die Diakone Hehl und Streicher in ihrem Amtsauftrag für die Gemeinde Heilbronn-Horkheim.