Seinen ersten Besuch stattete Bischof Marco Metzger der Gemeinde Heilbronn-Pfühl am Sonntag, 17. Dezember, ab.
Bezugnehmend auf seine verkehrstechnisch bedingte Verspätung rief der Bischof die versammelte Gemeinde auf, sich nicht den Frieden rauben zu lassen. Auch nicht durch Hindernisse oder Steine, die einem manchmal – wenn auch nur als sehr kleine – in den Weg gelegt werden könnten. Dies gelte vor allem im Advent. Und Advent sei schließlich immer, wenn man in der Erwartung der Wiederkehr von Jesus Christus stehe.
Seiner Predigt legte er ein Bibelwort aus Johannes 1, Verse 6 und 7 zugrunde: „Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. Der kam zum Zeugnis, um von dem Licht zu zeugen, damit sie alle durch ihn glaubten.“
Johannes der Täufer, auf den sich dieses Bibelwort bezieht, sei ein Wegweiser zu Jesus Christus gewesen, habe asketisch in der Wüste gelebt, dort Buße gepredigt und auf das Kommen des Erlösers hingewiesen. Er sei also nur ein Wegweiser gewesen. Seine Worte: „Er muss wachsen, ich muss abnehmen.“ seien so zu verstehen, dass man sich selbst zurücknehmen müsse, wenn es an der Zeit sei.
Wegweiser und Zeugen Jesu dürften auch die Christen der heutigen Zeit sein, indem sie Eigenes zurückstellten und dafür dem Erlöser Raum einräumten und ihn in die Mitte stellen, so der Bischof. Dies könne man zum Beispiel, wenn man nicht in den „Negativchor“ einstimme und nur das Schlechte sehe. „Man muss zwar mit allem rechnen, darf aber auch Gutes und Schönes, das es gibt, sehen.“ Und man könne als Christ immer ein Licht sein, damit also Wegweiser und Zeuge von Jesus – im Denken, Reden, Tun. Denn da wo Licht aufleuchte - wenn auch nur sehr klein - müsse die Dunkelheit weichen. Menschen in der Umwelt, der Umgebung kämen so vielleicht zum Nachdenken, gar zur Umkehr.
Bezirksevangelist Hartmut Fischer unterstrich dies in seinen Worten: „Wie sind wir darauf vorbereitet, wenn etwas einmal nicht so passiert, wie wir uns das vorgestellt haben?“ Funktioniere man nur so lange, wie ein Auftrag laufe und komme dann ins Zweifeln? Sehe man nur das Dunkle, Schwarze – oder auch das Licht der Gnade und Liebe, also das Helle?
Evangelist Rainer Kallenberger schließlich wies nachdrücklich darauf hin, dass Weihnachten für gläubige Christen kein Gedenkfest an die Geburt Jesu sein und bleiben dürfe – sondern ein Erwartungsfest auf dessen Wiederkehr.