Am Sonntag, den 2. Juli, zierten nicht nur wunderschöne Callas und weiße Rosen, sondern auch viele „Denkzettel“ den Altar in Bitzfeld.
Alle Gemeindemitglieder waren im Vorfeld aufgefordert, sich frühzeitig auf den Entschlafenen-Gottesdienst vorzubereiten. Dabei konnte jeder Einzelne persönliche Gedanken und Grüße auf handgefertigten Zetteln festhalten und diese im Vorfeld des Gottesdienstes am Altar anzubringen.
Dreimal im Jahr finden in de neuapostolischen Gemeinden Gottesdienste im Gedenken an die Entschlafenen statt. Der Glaube der neuapostolischen Christen ist es, dass auch bereits Verstorbene noch die Sakramente empfangen können, wenn sie sich Gott nähern.
In Bitzfeld konnte an alle gedacht werden. Zum einen waren die dabei, die ein Stück des Lebens- und Glaubensweges gemeinsam gegangen sind. Darunter die Vorfahren, Verwandte, Freunde und Geschwister, die auch namentlich benannt werden. Zum anderen wurden auch Schulkameraden, Arbeitskollegen, Nachbarn und Freunde benannt, für die in der Fürbitte eingetreten wurde, dass sie sich mit Gott versöhnen lassen.
Dann wurden auch Gruppen benannt, die eines verbindet: Die Art und Weise, wie sie in die Ewigkeit gezogen sind. Dazu zählen Verkehrstote, Menschen, die ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt haben, Opfer von Kriegen und Naturkatastrophen. Weiterhin alle, die unschuldig verurteilt oder verfolgt wurden, Flüchtlinge, die auf der Suche nach etwas Besserem ihr Leben verloren haben und solche, die sich allein und vergessen fühlen. Auch an die sogenannten „Hexenkinder“ in Afrika und in anderen Teilen der Welt, auf die der Bezirksapostel aufmerksam machte, wurde gedacht.
An sie und darüber hinaus an alle unerlösten Seelen, das heißt Seelen, die unversöhnt sind mit sich, anderen und mit Gott, die voller Hass und Rachsucht sind, denen aber auch Gott fremd ist, wurde gedacht.
So bildete der Altarschmuck dann ein wunderschönes Bild und gab dem Gottesdienst einen sehr feierlichen und würdigen Rahmen.