Was macht man, wenn Netze leer bleiben? Apostel Arne Herrmann hatte an diesem Sonntagmorgen in Heilbronn-Pfühl eine Antwort auf diese Frage – und sie kam aus dem Lukasevangelium.
Der Apostel predigte über eine Szene am See Genezareth, die fast jeder kennt – und die doch überraschend viel zu sagen hat: Simon Petrus, der erfahrene Fischer, der nach einer langen, ergebnislosen Nacht seine leeren Netze einholt. Erschöpft. Enttäuscht. Und dann kommt Jesus zu ihm, predigt zunächst und sagt anschließend zu Simon: „Fahr nochmal hinaus – und zwar dort, wo es tief ist.“
„Auf dein Wort hin" – so lautete die Antwort des Petrus, und genau dieser Satz zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Predigt. Petrus macht den Fang seines Lebens aber nicht das volle Netz war der eigentliche Gewinn, so erklärte der Apostel, sondern was danach geschah: Petrus erkannte in Jesus den Herrn, ließ alles stehen und folgte ihm nach.
Was das mit unserem Alltag zu tun hat? Leere Netze kennen wir alle – nicht erfüllte Hoffnungen, Müdigkeit, das Gefühl, umsonst gearbeitet zu haben. Der Gottesdienst kann gerade in solchen Phasen für uns ein Ort der Stärkung sein, wo uns Jesus Christus in Wort und Sakrament begegnet und wo wir Kraft und Mut erhalten, unseren Weg mit Gott weiterzugehen.
Der Gottesdienst wurde zudem durch zwei besondere Ereignisse geprägt. Zwei Kinder empfingen das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Zudem durfte ein Ehepaar sein 25-jähriges Ehejubiläum feiern und dafür einen persönlichen Segen empfangen.