Am Sonntag, 4. August, fand in Horkheim ein Gottesdienst mit Heiliger Wassertaufe statt. Hierzu durften nicht nur die Gäste des Täuflings, sondern auch die Gemeinde Nordheim begrüßt werden.
Regelmäßig unterstützen Amtsträger aus Horkheim die Nordheimer Gottesdienste, an diesem Sonntag konnten sich die Nordheimer „revanchieren“ und das Orchester und den Chor verstärken.
Dem Gottesdienst lag ein Wort aus Johannes 4, die Verse 28 und 29 zu Grunde: „Da ließ die Frau ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!“
Priester Dennis Schneider, Vorsteher der Gemeinde, berichtete von der Gegebenheit als Jesus mit seinen Jüngern unterwegs war und durch Samarien kam. Das Ziel der Reisen Jesu war stets Gemeinschaft mit den Menschen zu haben – ob gläubige Juden oder „Ungläubige“. Auf die Bitte Jesu an die Frau ihm Wasser zu geben, antwortete diese verwundert: „Wie, du bittest mich um etwas zu trinken, der du ein Jude bist,…“ (Vers 9) – da zu dieser Zeit die Juden nicht mit den „ungläubigen“ Samaritanern verkehrten. Daraus entwickelte sich ein Gespräch, in dem ihr Jesus erläuterte, dass er ihr ‚lebendiges‘ Wasser schöpfen kann: Wer von diesem Wasser trinken wird, das er schöpft, „…den wird in Ewigkeit nicht dürsten,…“ (Vers 13). Aus der Erkenntnis, dass er der Messias ist, mit dem sie sprach, ergibt sich das Textwort: „…die Frau…ging hin…und spricht zu den Leuten: …“.
Priester Schneider sprach auch an, dass Gott jede Sorge kenne, er kenne aber auch das Heil dafür. Hier sei das Evangelium eine unerschöpfliche „Kraftquelle“. Auf die Frage, ob die Menschen die Veränderung, die die Kraft aus dem Evangelium bewirkt, erleben, gab der Vorsteher die Antwort: aus dem Evangelium kommen Sicherheit, Zuversicht und Trost.
Priester Daniel Blaschke zeigte in einem Predigtbeitrag, dass Wasser ganz unterschiedlich sein kann: bitter, salzig, oder auch verschmutzt, bis hin zu giftig. Aber das Wasser, das vom Altar Gottes quelle, sei das Wasser des Lebens – auch wenn es mal etwas bitter oder sauer schmeckt. Wenn die Gläubigen zum Beispiel mit Fragen in den Gottesdienst kämen und die Antwort nicht dem entspreche, was sie erwartet haben, kann das sauer „schmecken“. Bezugnehmend auf die Taufe betonte er die freudige Sorge, die mit so einer Verantwortung für ein Kind, dem Irdischen, aber auch dem Geistigen nach verbunden sei.
Priester Schneider sprach in der Segenshandlung der Heiligen Wassertaufe die Freude über das Besondere an, die mit der Geburt eines Kindes, aber auch mit der Taufhandlung verbunden ist. Das Leben sei ein Geschenk Gottes und ein Wunder. Wenn man sich dessen bewusst sei, lerne man noch sorgsamer mit dem anvertrauten Menschen, und auch der ewigen Seele umzugehen. Hierzu würden einem Getauften zum einen Engel, die einen begleiten, zur Seite gestellt. Aber auch die Gemeinde stehe einem bei. Um dies zu verdeutlichen, bat Priester Schneider die Kinder der Gemeinde zu sich, den Eltern und dem Täufling nach vorne und fragte die Kinder, ob sie die kleine Nele denn in ihr „Team“ aufnehmen wollen, damit sie sich in der Gemeinde wohl fühlt, sie alle gemeinsam Gott erleben und zusammen viel Spaß in der Gemeinde haben wollen – was die Kinder mit einem „Ja“ bestätigten.
Zum Abschluss des Gottesdienstes brachten sich die Kinder nochmals ein und sangen das Lied „Dass du da bist, ist ein Wunder Gottes…“.