Dreimal jährlich – jeweils am ersten Sonntag im März, Juli und November – werden in der Neuapostolischen Kirche Gottesdienste gefeiert, in denen in besonderer Weise der Verstorbenen gedacht wird.
Am Sonntag, 7. Juli, feierten die Gläubigen aus dem neuapostolischen Kirchengemeindebereich Öhringen gemeinsam mit Apostel Arne Herrmann einen Gottesdienst im Gedenken an Entschlafene in der Kirche in Öhringen. Der Apostel wurde von den Bezirksämtern und Gemeindevorstehern des Kirchenbezirkes Heilbronn begleitet und sprach nach dem Liedvortrag des Chores gleich zu Beginn dieses Gottesdienstes von einem Tag der Freude und des Heils.
Den Predigtausführungen lag der Psalm 107, 19.20 aus der Heiligen Schrift zugrunde, wo von der Not der Seelen und der Hilfe Gottes durch sein Wort und deren Errettung vor dem Tode die Rede ist. Apostel Herrmann sprach in diesem Kontext von der unterschiedlichen Nähe von Seelen zu Gott und begründete deren Not in den Ewigkeitsbereichen damit, dass sie von Gott getrennt seien.
Als Gründe dafür nannte der Apostel unter anderen, dass diese unsterblichen Seelen oft Ungerechtigkeit erlebt hatten, auch Hass in sich tragen, Unverständnis und Anklage - vielleicht klagen sie auch sich selbst an, weil sie anderen Schaden zugefügt hatten oder weil ihnen vermeintlich keine Möglichkeiten mehr angeboten werden, anderen beizustehen und zu helfen.
Mitunter haben sie im Leben - so der Apostel - Krankheiten erlebt und Lieblosigkeit, auch die Fähigkeit zu vergeben fehle ihnen oft. „Gott kann heraushelfen aus dem Gefühl der Wertlosigkeit!“ Um Hilfe und Errettung aus der Not durch Gott zu erhalten, gelte es zu glauben, bußfertig zu sein und die Sakramente im Heiligen Abendmahl, in der Heiligen Wassertaufe und in der Heiligen Versiegelung zu empfangen.
Bezirksältester Eberhard Schneider wies in seinem Predigtbeitrag darauf hin, Gott kenne immer einen Weg und könne „auch Dürres zum Grünen“ bringen. Zu einer weiteren Wortverkündigung wurde der Vorsteher der Kirchengemeinde Heilbronn-Horkheim, Priester Dennis Schneider, vom Apostel an den Altar gerufen.
Ein Fürbittgebet, in das alle Glaubenden im Stillen ihr persönliches Gedenken an Entschlafene einbringen konnten, bildete den Abschluss dieses feierlichen Gottesdienstes.
Umrahmt wurde dieser Gottesdienst durch gefühlvolle Lieder, vorgetragen durch ein Flöten-Ensemble, Chor und Orgel.