Am Sonntag, 21.April, diente Bischof Marco Metzger in der Gemeinde Güglingen, um dort zusammen mit den Gläubigen aus Bönnigheim den letzten Gottesdienst in diesem Kirchengebäude zu feiern.
Der Bischof erläuterte, dass durch die Zusammenlegung der beiden Gemeinden Güglingen und Bönnigheim eine neue Gemeinde entstehe und man zukünftig voneinander lernen könne. Dabei dürfe in der neuen Gemeinde auch eine innere und äußere Entwicklung entstehen.
Als Grundlage diente Bischof Metzger mit dem Wort aus Johannes 15, 9.11. Jesus spricht an dieser Stelle in der Heiligen Schrift vom Gebot der Liebe und dem Bleiben in ihm, vom Halten seiner Gebote und der daraus beständigen Freude, die zu vollkommener Freude führen werde.
Die neue Gemeinde solle in der freundschaftlich geschwisterlichen Liebe (auf Altgriechisch: Philia) zusammenwachsen. Dabei solle die vollkommene göttliche Liebe (Agape) durch Jesus Christus immer wieder erfahrbar werden. So wie Jesus von seinem Vater geliebt worden sei, liebe er auch die Christen. Der Kreuzestod und die Auferstehung von Jesus sowie das Versprechen wiederzukommen, sei Ausdruck der vollkommenen Liebe Gottes.
Im Verlauf des Gottesdienstes wurde Priester André Bronner von der Aufgabe als Vorsteher der Gemeinde Bönnigheim entlastet. Ab sofort wird Priester Stefan Bremer als Vorsteher der neuen Gemeinde in Bönnigheim vorangehen. Die bisherigen Priester aus Güglingen wurden auch für die neue Gemeinde in Bönnigheim bestätigt.
Die Gemeinde Güglingen blickt auf nahezu 100 Jahre zurück. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren war es eine große Aufgabe, die Gemeinden zu versorgen. Durch Einsatz der Gemeindemitglieder konnte die Gemeinde Güglingen aufgebaut werden, sodass im Jahr 1951 in einem Raum der Herzogskelter in Güglingen die Gottesdienste stattfanden. Ab 1956 wurden die Gottesdienste in der Schillerstraße gefeiert. 68 Jahre später wurde die Kirche entwidmet. Fortan feiern die Gemeinden Güglingen und Bönnigheim zusammen die Gottesdienste in Bönnigheim.